Close

Sprachauswahl

Hauptnavigation

Inhalt

Schmerz verstehen & wissen, was dagegen zu tun ist

 

Schmerz ist eine universelle menschliche Erfahrung.

Wir wissen, dass  Schmerz  immer durch Gehirnfunktionen entsteht. Dies umfasst alle Schmerzen, egal, wie sie sich anfühlen, scharf , dumpf, stark oder schwach, und egal, wie lange sie anhalten.

Vielleicht haben Sie einmal Schmerzen für ein paar Wochen oder Monate gehabt - dies wird  akuter Schmerz genannt und ist üblicherweise mit Gewebeschäden, z. B. durch  eine Rückenverletzung oder Verstauchung verursacht. In der Regel werden Sie ermuntert, aktiv zu bleiben und nach und nach wieder alle normalen Tätigkeiten einschließlich der Arbeit auszuführen.

Oder Sie haben vielleicht Schmerzen für drei Monate oder mehr verspürt, dieser Schmerz wird allgemein als anhaltend oder chronisch bezeichnet, weil bei dieser Art von Schmerz der Gewebeschaden nicht das Hauptproblem ist.

Wenn man Ihnen sagt  „Sie haben chronische Schmerzen" weiss man oft nicht, was am besten zu tun ist. Weltweit sind chronische Schmerzen ein großes Problem. In der Schweiz, z.B.  ist eine von sechs Personen betroffen.

Es macht keine Freude mit einem Gehirn zu leben, das weiterhin Schmerzen signalisiert, auch nachdem das Körpergewebe wieder gesund ist und nicht mehr in Gefahr ist. Manche Leute sagen, es fühle sich immer noch so an, als ob im Körper etwas nicht stimme.

Aber das ist es ja gerade! Ärzte und Therapeuten wissen - sofern ernsthafte und chronische Krankheiten ausgeschlossen wurden -, dass die meisten akuten Schäden im Körper nach 3- 6 Monaten weitgehend ausgeheilt sind. Bei andauernden Schmerzen, die durch das Gehirn hervorgebracht werden, geht es also weniger um strukturelle Veränderungen im Körper, sondern mehr um die Empfindlichkeit des Nervensystems, mit anderen Worten, das Problem ist komplex.

Um daran etwas zu verändern muss das Gehirn und das Nervensystem umgeschult werden und neu lernen. Dazu ist es sinnvoll, nach allen Dingen zu suchen, die das Nervensystem beeinträchtigen und zu Ihrer individuellen Schmerzerfahrung beitragen.

Bei anhaltenden Schmerzen ist eine ganzheitliche Sicht und eine strukturierte Fragestellung hilfreich. Bei planvollem Vorgehen ist es weniger wahrscheinlich, dass etwas wichtiges übersehen wird. Beginnen wir mit der medizinischen Seite.

Erstens:  die Einnahme von Medikamenten kann helfen, aber nur in begrenztem Umfang . Es sind aktive Ansätze, die nötig sind, um das Gehirn zu schulen. Medikamente einzunehmen, um aktiv zu bleiben ist in Ordnung und meist können sie reduziert und abgesetzt werden.

Viele denken, eine Operation könnte die Lösung sein. Aber wenn es um ein komplexes Problem wie chronische Schmerzen geht, kann eine Operation nicht hilfreich sein.  Also, wenn Sie an eine Operation denken,  ist es besser, eine zweite Meinung einzuholen. Und denken Sie daran, alle Aspekte zu betrachten. [ d.h. die Konzepte, die von den anderen Fingern vertreten werden] .

Zweitens ist es nützlich zu überlegen, wie  Ihre Gedanken und Gefühle das Nervensystem beeinflussen können. Schmerzen wirken sich auf den Alltag der Menschen aus, und dies kann einen großen Einfluss auf Ihre Stimmung und Ihren Stress haben. All diese Gedanken und Überzeugungen sind Gehirnimpulse, aber Sie selbst können lernen Stress zu reduzieren und das Nervensystem zu entspannen. Dies fördert das emotionale Wohlbefinden und kann auch Schmerzen reduzieren.

Der dritte zu prüfende Bereich ist die Rolle der Ernährung und Lebensweise. Unsere moderne Lebensweise ist vielleicht nicht so gut für uns. Was wir essen und wie wir unseren Alltag gestalten, kann zu einem sensibilisierten Nervensystem beitragen. Fragen nach Rauchen, Ernährung, Alkoholkonsum und Aktivitätsniveau können uns zeigen, ob es irgendwelche "Probleme“ gibt und können ein guter Anfang sein, diese Dinge zu verändern.

Die Beschäftigung mit der tieferen Bedeutung von Schmerzen und die  persönliche Lebensgeschichte haben oft einen hohen Stellenwert. Durch einen Schritt zurück und den Blick auf all die Ereignisse, die um die Zeit passierten, als der Schmerz sich entwickelte, können vielen Menschen mit Schmerzen eine nützliche Verbindung zwischen einer unruhigen Zeit des Lebens und einer Verschlechterung der Schmerzen herstellen. Für Viele kann das Erkennen tiefer Gefühle Teil des Heilungsprozesses sein. [ Illustrator - soziale Situation / Familiendynamik / Verlust des Arbeitsplatzes usw.]

Nicht an letzter Stelle stehen körperliche Aktivität und Funktion. Aus der Sicht des Gehirns sind Bewegungen auf angenehmem Niveau, ohne Angst und ohne ängstliche Verspannung am besten. Diese Art von Bewegung kann die Regeneration ihrer Körpergewebe unterstützen und auch ein Neulernen in ihrem Gehirn fördern.

Fassen wir zusammen:
Schmerzempfindung kommt aus dem Gehirn und kann aktiv verlernt werden. Bei einer ganzheitlichen Sicht ergeben sich viele Möglichkeiten damit zu beginnen.

Also: suchen Sie Hilfe, um sich selbst zu helfen.
Setzen Sie sich ein realistisches Ziel und beginnen Sie

 

Übersetzung der im Video geschriebenen englischen Begriffe

Zusatzinformationen

Direkteinstieg

Webdesign by nextage.ch