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Therapie von Nervenschmerzen

Nach den aktuellen internationalen Richtlinien zur Therapie neuropathischer Schmerzen stehen für die Therapie peripher generierter neuropathischer Schmerzen als Therapeutika der 1. Wahl Trizyklika (z.B. Amitriptylin), Kalziumantagonisten (z.B. Gabapentin, Pregabalin) und Selektive Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer (SSNRI, z.B. Duloxetin, Venlafaxin) zur Verfügung.

Als Medikamente der 2. Wahl können Opiate eingesetzt werden. In ihrer Wirksamkeit unterscheiden sich die Opiate nicht von den eingangs genannten Medikamenten der 1. Wahl. Jedoch aufgrund einer höheren Nebenwirkungsrate in Vergleichen mit Trizyklika und Gabapentin, der Gefahr einer möglichen Opioid-Hyperalgesie und aufgrund der Gefahr der Entwicklung einer Opiatabhängigkeit wurden diese als Medikamente der 2. Wahl eingestuft.

Sollte mit diesen Medikamenten kein ausreichender Therapieerfolg eintreten, können auch die Therapeutika der 3. Wahl hinzugezogen werden. Diese betrifft Medikamente für welche lediglich nur eine positive Studie vorliegt oder die Datenlage inkonsistent ist. Vertreter dieser Klasse sind die Gruppe der Na+-Kanal-Antagonisten wie Carbamazepin, Oxcarbazepin, Lamotrigin u.a., die selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI), NMDA-Antagonisten, Lidocain-Analoga oder auch Capsaicin.

Für die Behandlung zentral generierter neuropathischer Schmerzen sind die Optionen begrenzt. Als Therapeutika der 1. Wahl stehen für Schmerzen nach Schlaganfall Trizyklika, für Schmerzen nach Rückenmarkläsion Ca++-Antagonisten zur Verfügung. Falls diese Medikamente nicht wirksam sind oder Gegenanzeigen bestehen, kann auf die Medikamente der 1. und 2. Wahl für peripher generierte neuropathische Schmerzen (s.o.) zurückgegriffen werden.
 

 

 

 

 

 

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